Samstag, 3. oktober 2009 6 03 /10 /2009 15:34

Das vierte Wochenende in Folge, ich komme nicht nach Deutschland!

Glücklicherweise gibt es in diesem französischen Dörfchen ein offenes WLAN-Netz. Internet über meinen Stick, teuer! 0.07 € je 10 kB – Unverschämtheit!

Die Kneipe, Entschuldigung, Routier, Restaurant, hat leider nur Montag bis Freitag offen. Das normale Restaurant an der Nationalstrasse ist auch geschlossen, für immer! Nix los hier.

Wenigstens gibt es ein kleines Geschäft, einen Bäcker und eine Metzgerei.

Morgen, am Sonntag, werde ich mal schauen, ob sich irgendwo hier in dem Dorf noch eine Kneipe versteckt hat. Es kann doch nicht sein, ein ganzes Dorf ohne Kneipe! Wo bin ich hier?

 

Die letzten Tage waren hart. Erst 2000 km fahren, anliefern mit einem Tag Verspätung, in Nord-West Spanien, am Atlantik, bei La Coruna, 400 km zurück, laden, in Frankreich Auflieger tauschen!

Im Moment mache ich in einem kleinen französischen Dorf meine Ruhezeit. Sonntagabend geht es weiter, wieder Richtung Nord-West Spanien.

Neben mir steht ein Fahrzeug unserer Konkurrenz, aus Süddeutschland, bei Stuttgart. Ihm geht es nicht besser! Auflieger tauschen, dann ganzen LKW tauschen, wieder nach Spanien! Der arme Kerl war auch seit 3 Wochen nicht mehr Zuhause und darf jetzt mit einem polnischen LKW spazieren fahren! Da hat man gar keine Kollegen mehr. Die Deutschen beachten ihn nicht, die Polen grüßen ihn, aber er versteht ja nichts! Armes Schwein! Seine Firma hat seit ein paar Jahren eine polnische Niederlassung, mit Personalproblemen. Deswegen müssen sie ab und zu polnische LKW fahren!

Ich kenne seine Firma recht gut, wir laden gelegentlich Kühlware dort, im Auftrag, wenn unsere Fahrzeuge nicht ausgelastet sind.

 

 

von Morrison - veröffentlicht in: Tagebuch - Community: Spanien LKW Fernverkehr
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Eine kurze Erklärung am Anfang

Ich bin in einer wohlbehüteten Welt als schüchternes Einzelkind aufgewachsen. 30 Jahre lang in guten Verhältnissen mit einer guten Ausbildung, zuletzt in einem Konstruktionsbüro mit Autobahnblick tätig. Träume hatte ich viele. Einen davon, dem absolut Schlechtesten aus dem Blickwinkel meiner damaligen Lebensabschnittsgefährtin und meiner Eltern, habe ich dann verwirklicht: Den Ausstieg aus einem "normalen" Leben in ein Vagabunden- oder besser gesagt Nomadendasein. Mein ständiger Wohnsitz wurde eine Sattelzugmaschine auf den Strassen zwischen Deutschland und Portugal. Den Jugendschutz hier kann ich mir vorläufig noch sparen. Später, bei den Details werde ich ihn wohl aktivieren müssen.

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